18 Wochen sind vergangen, seit wir Eltern wurden. Seit wir das aller größte Geschenk unseres Lebens bekommen haben. Seither ist viel passiert und nicht alles möchte ich in diesem Blogpost aufgreifen, da dieser sonst absolut den Rahmen sprengen würde 😉 So werde ich beispielsweise unsere Stillgeschichte demnächst im Detail erzählen und dort auch meine Erfahrungen und Tipps mit Euch teilen. Jetzt aber erst einmal ein kleines Update aus unserem derzeitigen Alltag. Viel Spaß beim Lesen 😉

Familienleben – was ist das eigentlich?

Es hat drei Monate gedauert, wenn nicht sogar fast vier, bis aus dem „Überleben mit Baby“ ein „Leben mit Kind“ wurde. Wochenlang habe ich wirklich jeden Tag gekämpft. Ums Einschlafen, ums Weiterschlafen, ums Stillen, ums „mal 5 Minuten für mich selbst haben“. Es war wirklich Überleben von Tag zu Tag. Jeder Tag glich dem davor zu fast 100%. Es ging NUR um Stillen, Füttern, Wickeln, Schlafen. Für manche Mütter mag das nicht ungewöhnlich klingen. Aber wenn man z.B. wie ich nicht stillt sondern abpumpt, geht allein für jede Mahlzeit (Flasche warm machen, füttern, abpumpen, wickeln, Kind bespaßen, Kind zum Einschlafen bringen) locker eine bis anderthalb Stunden drauf. Und dann läuft die Uhr… alle drei Stunden beginnt der Spaß von vorne. Wenn Mathilda mal mehr Hunger hatte und alle zwei Stunden kam, habe ich auch mal einen ganzen Tag nichts anderes gemacht als füttern, pumpen, wickeln usw.

Auch das Einschlafen war immer eine groooße Herausforderung. Mathilda musste gepuckt werden, dann saßen wir 20 Minuten wippend auf dem Pezziball oder haben sie herumgetragen, bis wir sie ablegen und hoffen konnten, dass sie weiterschläft. Glücklicherweise ist das alles, vor allem aber der Kampf ums Einschlafen, nun endlich besser geworden. Jetzt endlich kann ich sagen: es ist soweit! Ich lebe einen Alltag mit Mathilda, der die Bezeichnung „Alltag“ verdient. Ich traue es mich kaum hier zu schreiben weil ich weiß, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Aber momentan ist die kleine Maus einfach ein absolutes Zuckerstück!

Mathildas Entwicklung und unser Alltag

Momentan kommt unsere Maus tagsüber immer noch alle drei Stunden, manchmal erst nach vier. Ich füttere sie, pumpe ab, wickele sie und dann packe ich sie mir wieder in die Trage. Denn tagsüber schläft sie leider noch immer nicht alleine. Sie schläft schon, aber leider dann nur für ca. 20Minuten und danach ist sie wieder hellwach und will bis zur nächsten Mahlzeit beschäftigt werden. Da ich lernen muss und bald unser Umzug ansteht, bin ich aber darauf angewiesen, dass sie auch tagsüber mal ein paar Stunden schläft und das tut sie verlässlich eben nur auf meinem Arm in der Trage.

Wenn sie wach ist, ist sie ein absoluter Sonnenschein. Sie lacht sehr viel und hat ganz plötzlich ihre Stimme entdeckt. Sie quiekt und jault und „singt“ wie ein kleiner Delphin, haha 🙂 Und ich schmelze jedes Mal dahin oder lache mich halb kaputt. Bauchlage mag sie gerne aber selbst drehen, egal in welche Richtung, das klappt noch nicht. Von jeglichen Beikostreifezeichen ist sie auch sooo weit entfernt, dass ich mich schon darauf eingestellt habe, mehr als die empfohlenen 6 Monate voll zu stillen bzw. zu pumpen.

Das Schlafen nachts klappt super. Zwischen 20 und 21:30Uhr bekommt Mathilda ihre letzte Mahlzeit, wird bettfertig gemacht und dann gepuckt in ihr Beistellbett gelegt. Ich lege mich dazu und streichele ihr so lange den Kopf, bis sie tief eingeschlafen ist. Wenn es noch früh ist und ich noch nicht müde genug bin, stehe ich dann noch einmal auf. Meistens aber bin ich müde vom Tag und freue mich dann auch, so früh schlafen zu können. Das nächste Mal wacht sie dann gegen 3 oder 4Uhr nachts auf, selten gönnt sie mir sogar bis 5Uhr Schlaf. Es ist so herrlich, nicht mehr alle 2-3 Stunden aufstehen zu müssen!

Unser neues Zuhause, mein Studium – wie geht’s weiter?

Bald ziehen wir um. Nach laaaangem hin und her, vielen schlaflosen Nächten (nicht nur wegen Mathilda) und einigen Diskussionen haben wir uns entschieden, in meine alte Heimat zurückzuziehen. Wir werden bereits Ende Januar wieder in der Nähe von Frankfurt wohnen und ich freue mich sehr darauf. Nach über einem Jahr in Kassel bin ich dann endlich wieder näher bei meiner Familie. Bei meiner Schwester mit meinen zwei Neffen, bei meiner Oma, meinem Papa und natürlich auch bei meinen alten Freunden. Ich kann (sofern es die Zeit und Mathilda zulässt) wieder zum Ballett und Jazz gehen, vielleicht sogar zum Jumping Fitness. Ich bin wirklich gespannt, wie es wird, freue mich auf unsere neue Wohnung und darauf, wieder mehr soziale Kontakte um mich herum zu haben.

Mein Studium läuft. Momentan eher rückwärts und bergab – aber läuft! Ich weiß derzeit um ehrlich zu sein noch nicht, wie ich die Klausuren im März meistern soll. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass man mit Kind easy weiter studieren kann. Schon ohne Baby ist ein Master in Psychologie kein Kinderspiel. Mit Baby ist es für mich derzeit fast gar nicht zu schaffen. Die Stoffmenge ist immens und der zeitliche Umfang von fast 40 Semesterwochenstunden ist enorm. Daneben mit Priorität Nr.1 Mathilda, zusätzlich der Umzug, Haushalt, Blog… Mein Tag bräuchte 48 Stunden und ich wäre wirklich gerne Wonderwoman 🙂 Natürlich halte ich Euch auf dem Laufenden und wenn ich merke, dass es alles doch irgendwie zu meistern ist, bekommt Ihr natürlich alles zum Thema Studium mit Kind erzählt 😉

Ich hoffe, ich habe in dieser kurzen Beleuchtung meines derzeitigen Alltags nichts Wichtiges vergessen. Falls doch…es gibt ja regelmäßige Updates hier und bald dann auch zu den Themen Stillen, Beikost, Impfungen etc. und selbstverständlich auch einige Themen aus meinen anderen Bereichen (Fitness, Lifestyle, Travel) 😉

Schreibt mir gerne in die Kommentare, falls Ihr Themenwünsche, Anregungen oder Kritik habt. Ich freue mich!

2 comments

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Schön, dass zu lesen 😉 und es kommt mir so bekannt vor 😉 wir sind gespannt wie es weiter bei euch läuft 😊

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Oh ich bin so gespannt wie es bei uns klappen wird. Ich bin noch weit von meinem Master entfernt aber bin auch noch mitten im Studium und habe mich gemeinsam mit der Hochschule dazu entschlossen, mein Möglichstes zu tun und weiter zu studieren. Ich habe großen Respekt davor und ein bisschen Angst wie das bei mir laufen wird. Ich hoffe ich bekomme das alles so hin wie ich es mir wünsche . Jedenfalls für dich weiterhin ganz viel Durchhaltevermögen und eine weiterhin schöne Zeit ❤️

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