So Ihr Lieben, endlich komme ich dazu, Euch einmal die Eindrücke aus unserem Urlaub zu schildern, aus dem wir nun auch schon wieder zwei Wochen zurück sind. Die Zeit rast. Unsere Route und die ungefähre Planung habe ich Euch ja bereits HIER berschrieben. Heute folgt nun ein etwas ausführlicher Bericht mit unseren Stopps und Erlebnissen. Viel Spaß beim Lesen und Bilder gucken 😉

Ab nach San Francisco

Von Berlin aus starteten wir Richtung San Francisco. Viele Kolleginnen hatten mir ziemlich Angst gemacht, was Thrombose in der Schwangerschaft angeht und so war ich bestens ausgestattet mit Thrombosestrümpfen und ASS Blutverdünnungstabletten (ja, die sind erlaubt in der Schwangerschaft). Glücklicherweise bekamen wir beim Check in dann auch noch zwei Plätze am Fenster. Das war mir besonders wichtig, da ich laut meiner Hebamme bei 11 Stunden Flug minimum zwei Liter Wasser trinken sollte. Und…ja…Schwangere kennen das. Man muss dann einfach ständig, wirklich andauernd auf Toilette und ich wollte ungern, dass dann immer noch jemand anderes für mich aufstehen muss als „nur“ mein Freund 🙂 Ich trank also sehr (für meine Verhältnisse SEHR) viel, lief viel durch die Gänge, legte meine Beine auf den Schoß meines Freundes und blieb auch einfach mal 20 Minuten lang im Gang stehen. So bekam ich keine Probleme mit Thrombose und der Flug war erträglich.

 

Angekommen in San Francisco mussten wir erst einmal etwas Essbares suchen. Zwar wurden wir im Flugzeug versorgt aber das Essen war einfach SO wenig und auch unser Proviant aus Riegeln, Bananenbrot und Co. war schnell aufggessen. Also ab zum nächsten Subway, bevor die weitere Planung losgehen konnte. Zu Subway sollten wir auf dieser Reise noch viele, viele, viele Male gehen 🙂 Ich esse dort übrigens IMMER das Gleiche, haha. Ein Sub mit Honey-Oat-Brot, Veggie Pattie, Pepperjack-Käse, Eiweiß, Avocado und Spinat. Diese Kombi schmeckt mega und ist bis auf das Brot und den Salzgehalt des Patties wirklich gesund. Zurück zu San Francisco. Die Stadt ist wirklich faszinierend. Es gibt so viele verrückte Leute. Teils leider auch unangenehme, zugedröhnte und aufdringliche Menschen.

Am ersten Tag, der eigentlich nur ein halber Tag war, zog es uns direkt einmal in die Touri-Ecke schlechthin: runter an den Pier 39. Aber natürlich nicht irgendwie…nein, wir sind fast direkt neben dem Hotel mit dem Fahrrad losgefahren 🙂 Ganz schön verrückt, erst einmal durch den Stadtverkehr zu kommen. Ein kurzer Stopp am Pier – viel zu voll hier. Zurück auf den Sattel und weiter. Leider kämpften wir – besonders ich – mit ordentlich Gegenwind, sodass es wirklich anstrengend war. Ich spürte die Schwangerschaft (so unfit war ich noch nie) und dass uns auch noch eine lange Anreise in den Knochen steckte. Angekommen an San Francscos Wahrzeichen, der Golden Gate Bridge, machten wir kurz Pause, schossen ein paar Bilder und fuhren dann auch wieder zurück Richtung Stadt. Auch unser zweiter Tag in San Francisco war ziemlich vollgepackt. Alcatraz, Cable Car fahren, bummeln, viel laufen.

Los geht’s in die Nationalparks

Am dritten Tag ging es bereits weiter. Nach dem wir unseren Mietwagen abgeholt hatten, fuhren wir los Richtung Yosemite Nationalpark. Dort angekommen entschieden wir uns für eine Fahrt zum Glacier Point, wo es angeblich die tollsten Sonnenuntergänge geben soll. Unsere Zeitplanung war allerdings nicht die Beste und wir kamen bereits 4 Stunden vor Sonnenuntergang dort an, weshalb wir dann nicht mehr so lange warten wollten und gegen frühen Abend in unsere nächste Unterkunft aufbrachen. Die war übrigens in Oakhurst. Nie gehört? Wir vorher auch nicht 😉

Der nächste Tag war noch einmal ein „Yosemite-Tag“. Allerdings konnten wir dem Park leider nicht viel abgewinnen. Die Natur ist ein Traum, keine Frage. Auf uns wirkte das Ganze jedoch eher wie ein Natur-Freizeitpark. Ultra touristisch, überlaufen (wir haben fast 1 Stunde einen Parkplatz gesucht) und einfach null idyllisch. Wir waren also nicht traurig, dass es schon am Abend zu unserem nächsten Zwischenstopp ging. Einem Ort namens Lemon Cove. Nie gehört? Wir zuvor auch nicht 😉 Auf unserer Reise übernachteten wir aber sehr oft in mini Örtchen, haha. Von Lemon Cove aus starteten wir am nächsten Morgen Richtung Death Valley mit einem kurzen Stopp am „Trail of 100 Giants“ einem absoluten spontanen Highlight unseres Trips. Noch NIE habe ich SO riesige Bäume gesehen.

Das Tal des Todes

Dann weiter ins Death Valley. Wahnsinn. Hier ist wirklich nix los. Man sieht nur Wüste. Und dauernd wird man gewarnt, dass man die Klimaanlage abschalten soll, damit der Motor nicht überhitzt. Ist aber auch wirklich eine Lebensfeindliche Umgebung „da draußen“. Wir stoppen, weil unsere Bremsen zu heiß sind. Draußen sind es noch weit über 30 Grad obwohl die Sonne bereits untergegangen ist. Der Wind ist wie aus dem Haartrockner. Wir fahren weiter. Kilometer für Kilometer und bekommen in der Dunkelheit wirklich Bange, dass wir uns irgendwie vertan haben und der Ort, in dem unser Motel ist, doch nicht mehr kommt. Man sieht nur Dunkelheit in der Wüste. Sonst nichts. Doch irgendwann haben wir es geschafft und landen in Beatty. Noch nie gehört? Wir vorher auch nicht 😉 In dem kaff gibt es aber tatsächlich einen Subway für unser Abendmahl und somit ist auch dieser Tag gerettet 🙂

Las Vegas – muss nicht sein!

Puuuh wie fasse ich mich kurz, damit dieser Bericht nicht endlos lang wird. Ich versuche einmal mich auf die Highlights zu beschränken. Im Death Valley war ein Highlight definitiv das „Bad water Basin“ wo wir vor Hitze beinahe verglüht wären. Aus dem Death Valley heraus, führte uns unser Weg nach Las Vegas. Oder auch genannt „lass weg das!“, denn diese Stadt war für uns definitiv kein Highlight. Der Helikopterflug bei Nacht war toll! Aber diese Spielerstadt mit all den Verrückten und Vergnügungssüchtigen war uns definitiv zu voll und zu anstrengend. Und so ging es am nächsten Tag dann auch bereits weiter.

Eine ziemlich große Schlucht

Der Grand Canyon stand auf dem Plan. Wow, Arizona gefiel uns richtig gut. Viel Wald, die Menschen (an der Tankstelle) super nett und generell…das hier war mehr unseres. Zugegeben, vom Grand Canyon hatte ich nicht viel erwartet. Sehr touristisch, dachte ich und bestimmt in echt viel kleiner als man es aus Film und Fernsehen kennt. Denkste! Der Grand Canyon war wohl das absolute Highlight unserer Reise. Meine Erwartungen wurden sowas von übertroffen. Am Ankunftsabend verbrachten wir die ganze Zeit bis zum Sonnenuntergang direkt am Rim, nahe des Abgrunds. Am nächsten Tag „wanderten“ wir noch einmam am Rim entlang und brachen gegen Nachmittag auf in Richtung unseres nächsten Hotels.

  

Die Stadt der Engel

Angekommen in Needles…ja ich weiß…noch nie gehört 😉 Ging es nur noch fix einkaufen und an ins Bett. Am Morgen noch eine Runde schwimmen um Pool und weiter ging es nach Los Angeles.

Von Los Angeles haben wir wenig erwartet und wurden etwas überrascht. So hässlich, wie viele uns die Stadt beschrieben, fanden wir die Stadt der Engel nicht. Wir machten eine Tour mit dem Rasta Bus (kann ich NUR empfehlen) und sahen dabei wirklich die ganze Stadt. Der Lifestyle in L.A. ist schon ein anderer. Aber um ehrlich zu sein finde ich, ist alles sehr auseinandergerissen, es gibt kein richtiges Zentrum und dadurch muss man ziemlich viel fahren, um alle Sehenswürdigkeiten „abzuklappern“. Das haben wir auch gemacht 😉 Am zweiten Tag jedoch zog es uns an die Strände rund um L.A. Einmal den berühmten Pier aus O.C. California (der ist nicht in newport sondern am Redondo Beach ;-)) entlanggeschlendert, uns am Strand einen fetten Sonnenbrand geholt und dann noch in Long Beach eine wundervolle Bootstour gemacht. Hier konnten wir mit einem eigenen Motorboot schön herumkurven, Seelöwen beobachten und richtig die Seele baumeln lassen, bevor der Urlaub zuende ging.

   

Fazit: So eine USA Rundreise ist kein Erholungsurlaub. Wir sind insgesamt über 3500km gefahren aber das ist ja auch der Sinn eines Roadtrips 😉 Wir haben unfassbar viel gesehen, einmal das „richtige“ Amerika entdeckt und viele schöne und auch weniger schöne Orte besucht. Auf jeden Fall war es genau so, wie ich es mir erhofft hatte und ich kann nur jedem empfehlen, so eine Tour ganz nach den eigenen Vorlieben und Interessen zu planen und durchzuziehen.

Wart Ihr auch schon einmal in Kalifornien, Arizona oder Nevada? Was hat Euch dort am Besten gefallen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare 😉

9 comments

Antworten

Das ist ein toller Beitrag und die Bilder sind der Hammer 😊

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Hi Hannah,

ich habe deinen Bericht so gern gelesen, deine Eindrücke aus der Reise sind mega schön und ich habe richtig Lust auf so einen Road Trip durch die USA. Ich mache das übrigens mit meinem Freund immer so. Wir mieten uns ein Auto und fahren verschiedene Regionen in Europa ab. Das macht richtig Spaß. Habe mich bisher aber nicht in die USA getraut, weil ich immer dachte, das kostet ein Vermögen. Ist das so? Wie viel Budget muss man für so eine Reise einplanen?

Liebst
Eve von http://www.eveblogazine.com

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Huhu, also es geht eigentlich. Wir waren leider sehr spät dran mit dem Buchen. So eine Rundreise sollte man minimum ein dreiviertel Jahr vorher organisieren. Denn bei uns waren fast alle Hotels bereits ausgebucht, sodass wir in teurere oder weiter abgelegene gehen mussten. Wir haben hauptsächlich günstige Hotels gebucht und auch einen super günstigen Flug gefunden. Am Ende waren wir glaube ich bei etwas über 2000€ pro Person, was für so eine Reise schon absolut in Ordnung geht 😉
LG

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Ihr habt wirklich wunderschöne Sachen erlebt und Nordamerika fehlt mir ja noch so total auf meiner Liste!!!!! So traumhaft schöne Bilder! Einige habe ich ja auch schon auf Instagram bewundert und mutig dass ihr es trotz babybauch durchgezogen habt, dass würde nicht jeder tun.

Liebste Grüße

Nicky von http://www.coconuted.com

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Hihi, ja liebe Nicky, ich dachte mir „Wenn nicht jetzt, wann dann“ und der Babybauch war zum Glück keine große Hürde 😉
Lieben Gruß

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Der Reisebericht ist dir super gut gelungen
Es sind viele Infos dabei und natürlich wieder wunderschöne Bilder. Man merkt beim Lesen einfach das ihr einen tollen Roadtrip hattet
Lg Denise

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Ein sehr schöner Beitrag mit total schönen Fotos. 😍 Ich möchte unbedingt auch mal so eine Tour machen, war bisher immer „nur“ in Florida. 🙂 Aber dein Bericht macht Lust auf einen Urlaub dort.

Liebe Grüße Leandra

http://www.chocoflanell.de

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Ein Traum…. Ich möchte irgendwann auch. Noch die USA bereisen! Die Bilder sind der Hammer!
LG Kati
http://www.kuchenkindundkegel.de

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Amerika ist auch für mich ein großer Traum…und ich hoffe das dieser bald in Erfüllung geht! 🙂
Deine Bilder sind der Hammer!

Liebe Grüße,
Noah
https://noahjoels.wordpress.com/

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