Tatsächlich höre ich immer öfter von Menschen, die Festes Shampoo selber machen. Mein Entschluss, nie wieder Shampoo in Plastikflaschen zu kaufen, hat mich auf eine kleine Experimentierreise durch die Welt der Haarpflege geschickt und mich diverse Dinge ausprobieren lassen, von denen manche gut waren und andere absolut nicht für mich funktionierten (so wie DAS HIER). Ich habe mich mit dem „Chemiebaukasten“ der gängigen Shampoos auseinandergesetzt und mir wurde bewusst, was ich da nun fast 30 Jahre lang (wenn man von Geburt an rechnet) nicht nur auf meine Kopfhaut geschmiert sondern auch in den Abfluss gespült habe.

Warum das Ganze?

Nicht nur die Inhaltsstoffe handelsüblicher Shampoos sind teilweise – haha Wortspiel – zum Haareraufen. Auch der durch die Flaschen entstehende Plastikmüll ist enorm. Ein Gang durch den Drogeriemarkt bescherte mir dann das endgültige Aha-Erlebnis. Plastikverpackungen ohne Ende. Dabei kenne ich doch das Stück Seife noch aus meiner Kindheit. Und so, wie es feste statt flüssige Handseifen gibt, gibt es eben mittlerweile richtig gute feste Shampoos oder auch Shampoo-Bars. Bitte nicht mit Haarseife verwechseln! Die Bezeichnung „Seife“ bedeutet, dass es wirklich eine gesiedete Seife ist. In der Regel benötigt man nach Verwendung einer Haarseife eine saure Rinse. Bei festem Shampoo sollte das nicht so sein und Ihr könnt die Haare damit ganz „normal“ waschen.

Der Ausweg aus dem Plastikwahn – festes Shampoo

Festes Shampoo ist eigentlich nichts Anderes als Shampoo, dem man das Wasser entzogen hat. So wird es möglich, den Großteil der Verpackung einzusparen. Viele kleinere Hersteller haben mittlerweile auch kapiert, dass es so nicht weiter geht und bringen feste Shampoos auf den Markt. Die von mir bereits getesteten will ich Euch hier in wenigen Worten vorstellen und meine Meinung dazu abgeben.

Festes Shampoo selber machen

Das Boep Shampoostückchen:

Habe ich zugegeben noch nicht getestet und viel Gutes dazu gehört. Zu den Inhaltsstoffen möchte ich aber Folgendes sagen: das Boep Shampoostückchen ist vegan, verzichtet auf Silikone, Parabene und Duftstoffe. Toll. ABER: Das enthaltene Tensid sodium lauryl sulfoacetate (SLSA). Diese zählen zur Gruppe der Sulfate, auf die ich in meinen selbstgemachten Shampoos ganz bewusst verzichte. Warum auch Ihr besser auf Sulfate acht geben solltest, kannst Du HIER noch einmal kurz nachlesen. SLSA sind zwar keine „aggressiven Tenside“ sondern etwas milder als SLS (sodium laureth sulfate), dennoch sind sie umstritten, weil sie anionisch sind und damit eben immer noch nicht sehr mild. Einen tollen interessanten Beitrag zum Thema Tenside findet Ihr HIER

Foamie:

Anwendung: Foamie machte für mich seinem Namen nicht wirklich alle Ehre denn es schäumte mir zu schwach. Bis ich bei meinen dicken Haaren das Gefühl hatte, alle Stellen gesäubert zu haben, dauerte das Haarewaschen deutlich länger als bei Flüssigshampoo. Allerdings wurde die Rezeptur geändert und ich habe definitiv auch Positives in Sachen Schaumbildung von Euch gehört. Ich mochte den Geruch sehr. Mittlerweile gibt es sogar richtig viele verschiedene „Foamies“.

Inhaltsstoffe: Vegan, 0 % Mineralöle, PEG, Seife, Parabene, Silikone & Liliale. Das ist schonmal super. Allerdings arbeitet Foamie mit dem Tensid Disodium Lauryl Sulfosuccinate. Das ist ein Tensid synthetischen Ursprungs (somit KEINE Naturkosmetik) und wieder ein anionisches Tensid. Naturkosmetik zum Beispiel setzt nur Tenside natürlichen Ursprungs ein z.B. SCS (sodium coco sulfate) auf Basis von Kokosöl.  Außerdem enthält Foamie „Hydrogenated Vegetable Glycerides“, „Palmitic Acid“, „Stearic Acid“ – und damit ziemlich sicher Palmöl bzw. Palmölderivate. Ich bin niemand, der Palmöl per se verteufelt, denn auch hier gibt es nicht nur schwarz und weiß. Dennoch ist es gut zu wissen, dass es enthalten ist. Noch mehr über (bedenkliche) Inhaltsstoffe könnt Ihr ind dieser Tabelle HIER nachlesen.

Alverde

Anwendung: Ich finde das feste Shampoo von Alverde sehr praktisch, ergiebig und leicht in der Anwendung. Es schäumt gut, riecht nicht zu stark und ist vom Preis/Leistungs-Verhältnis einfach top. Nach ca. sechs Wochen hatte ich das Problem, dass meine Haare irgendwie fettig wirkten, obwohl sie frisch gewaschen waren. Mir wurde gesagt, das könne daran liegen, dass die Kopfhaut sich ab dann umgestellt hat. Wahrscheinlich hätte ich einfach durchhalten müssen. Da das Shampoo aber ohnehin zu diesem Zeitpunkt aufgebraucht war, testete ich danach ein anderes Shampoo.

Inhaltsstoffe: Das feste Shampoo von Alverde nutzt das Tensid SCS (sodium coco sulfate). Wie der Name schon sagt, gehört es zur Gruppe der Sulfate. Es ist ein anionisches Tensid und daher nur etwas milder als SLS (sodium laureth sulfate) und somit nicht unumstritten.

Rosenrot

Anwendung: Schäumt sehr gut und säubert ebenfalls gut. Ich mochte den Geruch nicht wirklich und die etwas weicheren Shampoo Bits waren bei mir sehr schnell aufgebraucht (viel schneller z.B. als das festere Foamie). Man darf sie auch wirklich NICHT in der Dusche lagern (sollte man bei keinem festen Shampoo) weil sie sonst schnell brechen.

Inhaltstoffe: Weitgehend unbedenkliche Inhaltsstoffe. Enthält als Tensid jedoch ebenfalls SCS (sodium coco sulfate) und ist damit als nicht „sehr mild“ einzustufen, plus natürlich, dass Sulfate enthalten sind.

duschbrocken

Duschbrocken

Anwendung: mein persönlicher Favorit. Schäumt super, eignet sich auch für die Ganzkörperreinigung und riecht gut. Meine Haare fühlen sich gut gesäubert und gepflegt an, ohne schweres oder klebriges Gefühl. Weil man es nur online ordern kann und der Preis nicht ganz günstig ist, gibt es für mich einen Punkt Abzug.

Inhaltsstoffe: Enthalten ist das sehr milde Tensid SCI (sodium cocoyl isethionate), das ich auch in meinem selbstgemachten festen Shampoo verwende. Absoluter Pluspunkt dafür! ABER ACHTUNG: in „Frida Früchtchen“ ist ein Stoff (Gelborange S/E110/ CI 15985) enthalten, der potenziell krebserregend ist (wohl allerdings nur, wenn man ihn verzehrt). Nachzulesen HIER  und HIER . Auch die Minz-Variante ist wegen Cumarin nicht 100% unbedenklich. Ich würde daher immer wieder auf die unbedenkliche Variante „Carlos Cocos“ zurückgreifen (UPDATE: auch diese enthält mittlerweile Coumarin). Stellungnahme von Duschbrocken in den Kommentaren.

Selbstgemachtes festes Shampoo

Festes Shampoo selber machen ist gar nicht so schwer. Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sogar flüssiges Shampoo und Handseife sowie Duschgel selber machen kann (ist beinahe noch einfacher). Hat man erst einmal einen groben Überblick über die notwendigen und die „bonus“-Inhaltsstoffe gewonnen, muss man nur noch etwas herumexperimentieren, um perfekte Konsistenz und Passung mit dem eigenen Haar und der eigenen Kopfhaut hinzubekommen. Natürlich kommt es aber auch ganz darauf an, ob Ihr zum Beispiel ebenfalls auf Sulfate verzichten möchtet oder ob Ihr auch gerne zu aggressiveren bzw. einfach weniger milden Tensiden greifen wollt. Ich stelle Euch heute ein ganz einfaches Rezept vor, für das Ihr zunächst nicht viele Rohstoffe benötigt.


Festes Shampoo selber machenFestes Shampoo selber machen – einfaches Rezept

Die Mengenangaben beziehen sich auf 3-4 Shampoo-Bars zu je ca. 50-60g. Eigentlich braucht Ihr nur 4 Zutaten (grün markiert)! Ich habe bei meinen Shampoo-Bars auch alle optionalen Zutaten hinzugefügt. Diese braucht Ihr nicht zwingend, sie dienen aber zum Beispiel der Kämmbarkeit, Rückfettung usw. Ihr müsst selbst entscheiden, was Ihr noch drin haben wollt und mit welchem Tensid Ihr arbeitet. Was ich auch noch erwähnen muss: allein wegen der Inhaltsstoffe ist dieses Rezept prinzipiell auch für Kinder geeignet. ABER es brennt in den Augen. Ich weiß (noch) nicht warum und gebe ein Update, falls ich dieses „Problem“ lösen kann.

Bestellt habe ich alle Rohstoffe bei Brennessel München , es gibt aber auch noch einige andere tolle Shops: Spinnrad, Dragonspice, usw. Einfach mal Ecosia (nachhaltige Suchmaschine) anschmeißen und nach Rohstoffen für Naturkosmetik suchen 😉

  • 140g Sodium Cocoyl Isethionate = SCI (Ihr könnt auch SCS oder SLSA verwenden, ist dann aber nicht mehr „sehr mild“) ACHTUNG: SCI haben einen sehr hohen (basischen) PH-Wert. Ihr solltet diesen nach dem Mischen mit einem Teststreifen überprüfen und ggf. mit Milchsäure herunterregulieren!
  • 15g Kokosöl
  • 10g Sheabutter
  • ca. 60ml destilliertes Wasser (oder Rosenwasser, Hammameliswasser, etc.)
  • Pigment (für die Farbe) und Duft (Duftöl oder ätherische Öle) wenn gewünscht
    OPTIONAL:
  • 1/2 TL Vitamin E
  • 10 Tropfen Seidenprotein (NICHT vegan!)
  • 1/2 TL D-Panthenol
  • 5g Haarguar
  • Weizenprotein (ist idR. flüssig, daher Vorsicht bei der Dosierung weil das Shampoo ggf. sonst nicht mehr fest wird)

Was Ihr sonst noch braucht:

  • ggf. grammgenaue Digitalwaage
  • Mundschutz! Ohne Witz, das ist wichtig! Ich dachte auch „ach komm, wird auch ohne gehen, das staubt doch kaum“ aber beim Mischen des Tensids bin ich dann eines besseren belehrt worden und habe mir ein Dreieckstuch um Mund und Nase gebunden.
  • ggf. Thermometer und Rührglas zum Erhitzen der Sheabutter
  • (Silikon-)Formen
  • PH-Teststreifen (mindestens dann, wenn Ihr mit dem Tensid SCI arbeitet)
  • Geduld, wenn es nicht auf Anhieb klappt

Mischt zunächst alle trockenen Zutaten (Tensid, (Haarguar, Pigment)). Dann in einem extra Gefäß die optionalen Zusätze, also Vitamin E, Panthenol, Duftöl, Seidenprotein, usw. Die Sheabutter schmelzt Ihr langsam (ich habe es über dem Toaster gemacht, haha) und lasst sie auf keinen Fall zu heiß werden. Mischt das Kokosöl darunter. Dann könnt Ihr alles zusammen geben und am Ende das destillierte Wasser hinzufügen. Fügt so lange langsam (!) Wasser hinzu, bis die Masse eine erst bröselige und beim Kneten (mit den Händen) dann eine geschmeidige Knetmasse wird. Lasst Euch nicht zu viel Zeit, die Masse wird schnell schlechter formbar und „trocknet“. Wenn Ihr SCI verwendet, nehmt ein wenig von der Masse weg, schäumt es mit SEHR wenig Wasser in den Händen auf und macht den PH-Test. Der Wert sollte zwischen 5 und 6 liegen. Diese Masse drückt Ihr dann in Eure Förmchen und lasst sie dort mind. 2 Tage aushärten bzw. trocknen.

Habt Ihr auch schon einmal Kosmetik hergestellt und würdet gerne mal festes shampoo selber machen? Welches sind bisher Eure festen Shampoo Favoriten? Schreibt mir das doch gerne einmal in den Kommentaren 🙂

21 comments

Antworten

wunderbarer Beitrag! danke für die Mühe! ich habe bisher Alverde genutzt, aber auch nach ca. 5-6 Wochen festgestellt, dass meine Haare ‚ungepflegt‘ aussahen. also habe ich mich neuorientiert und in der Drogerie meines Vertrauens ‚Foamie‘ gekauft – allerdings empfinde ich das Stück als sehr ‚hart‘ und wirklich wenig Schaumbildung, dafür überzeugt der Duft – allerdings kann ich darauf gut und gerne verzichten. Aktuell suche ich also weiter – da von Natur aus kein glattes Haar gegeben ist und ich gerne nach Lufttrocknung oder Fön aussehe wie ein (leicht strohiger) Löwe, macht es das Ganze nicht gerade einfach. ganz zu schweigen von den ganzen Inhaltsstoffen, die man besser nicht nutzt. Ich bedanke mich also für deine Ausführungen – es selber zu machen, traue ich mich nicht 😀 aber ich probiere mal noch etwas in der Naturkosmetik herum, vlt. finde ich etwas. Herzlichen Dank!!
lieben Gruß,
Simone

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Habe mich bis jetzt noch nicht rangetraut. Aber dein Rezept klingt super , am Wochenende werde ich berichten .

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Super schön geschriebener Beitrag. Vielen Dank für all die Mühe, die darin steckt. Ich folge dir auch sehr gerne auf Instgram! Ich würde das Rezept gerne mal ausprobieren. Sind die Mengenangaben für ein Stück Seife? LG Anni

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Huhu Anni,
ist oben sogar beschrieben 😉 Die Menge reicht für 3-4 Bars je nach Größe- Du kannst Die Zutaten einfach halbieren und erstmal mit 70g SCI arbeiten 😉
Lieben Gruß

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Danke für das Rezept – lädt zum Ausprobieren ein 🙂

Mich würde noch interessieren, was du ca. an Kosten ansetzt für einen selbst hergestellten Shampoobar. Da variieren die Kosten bei den Fertigen ja auch sehr.

Vielen Dank für deine Mühe!

Liebe Grüße,
Christina 🙂

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Hallo Hannah, ich leg heut Abend mal los! Alle Zutaten hab ich schon. Nur, eine Frage noch: Falls das Ganze zu basisch werden sollte (ph-Teststreifen hab ich), muss es dann wirklich Milchsäure zum neutralisieren sein (hab ich nämlich nicht) oder geht auch was anderes? Essig zum Beispiel?

Freue mich über Antwort! Danke! 🙂

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Hey,
ich habe es noch nocht probiert aber du könntest es natürlich mit Essig oder Zitronensäure versuchen 😉
Loebe Grüße und voel Erfolg bei der Shampoo-Bar-Produktion

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Ein super Beitrag. Habe zwar noch nie ausprobiert festes Shampoo selbst zu machen, aber steht auf jeden Fall auf der Liste für 2020. Super Idee, danke für die Inspiration 🙂

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Danke für die schnelle Antwort! <3
Der ph-Streifen hatte das Ganze als relativ neutral angezeigt, von daher brauchte ich keine Regulation.

Die festen Haarshampoos sind super geworden und Haare waschen geht perfekt. Schäumt super. Und auch meine Schwester ist begeistert. Ihr hatte ich ein Stück zu Weihnachten geschenkt, weil sie vorher erfolglos nach einem festen Shampoo ohne agressive Durftstoffe gesucht hatte.

Danke dafür! 🙂

Antworten

Danke für die schnelle Antwort! <3
Der ph-Streifen hatte das Ganze als relativ neutral angezeigt, von daher brauchte ich keine Regulation.

Die festen Haarshampoos sind super geworden und Haare waschen geht perfekt. Schäumt super. Und auch meine Schwester ist begeistert. Ihr hatte ich ein Stück zu Weihnachten geschenkt, weil sie vorher erfolglos nach einem festen Shampoo ohne agressive Durftstoffe gesucht hatte.

Danke dafür! 🙂

Antworten

Oh, wie toll!
Das freut mich wirklich sehr 🙂
Liebe Grüße

Antworten

Das Tensid SCI hat einen PH Wert zwischen 5 und 6, das Tensid SCS hingegen zwischen 10 und 11. Kann es sein, dass du es verwechselt hast?
Wenn man mit SCI arbeitet, dann arbeitet man bereits im hautbeutralen Bereich…..

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Hallo,

ohja, da habe ich mich wohl verlesen. Habe mich schon gewundert, warum der PH Wert auch ohne Milchsäure immer passte.
Danke für Deinen Hinweis.

Viele Grüße

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Hallo liebe Hannah,
Das klingt nach einem tollen Projekt für die Herbstferien :).
Ich würde sehr gerne noch wissen, ob es irgendwas zu bedenken gibt, wenn man a) in einer Region mit sehr kalkhaltigem Wasser wohnt und b) welliges bis lockiges Haar hat.
Ich freue mich über eine kurze Rückmeldung von dir. Herzliche Grüße, Lena

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Hallo Lena,

zu lockigem Haar kann ich leider keinen verlässlichen Erfahrungsbericht liefern. Kalkhaltiges Wasser haben wir aber hier auch und ich finde, es funktioniert trotzdem super 😊

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Hey Hannah,

mega cooler Beitrag von Dir!
Das ist natürlich das ultimative Nachhaltigkeit-Ziel, dass jede*r ihr/sein festes Shampoo selbst herstellen kann. Haben wir beim Duschbrocken ja anfangs auch so gemacht 😉
Freut uns riesig, dass Dir der Duschbrocken so gut gefällt, auch wenn das selbstgemachte Shampoo natürlich noch mal cooler ist, das muss ich zugeben.

Zu Deinen Bedenken bezüglich des Farbstoffs in Frida:
Wir wollen mit dem Duschbrocken Spaß an Nachhaltigkeit vermitteln. Wir wollen zeigen, dass ein nachhaltiges Produkt nicht immer olivgrün sein muss, sondern cool aussehen, lecker duften und angenehm schäumen kann. Wer sein Shampoo nicht selbst machen kann oder möchte, soll trotzdem ein tolles, duftendes und schaumiges Dusch- und Haare-wasch-Erlebnis haben können und das möchten wir ermöglichen.
CodeCheck hat die Herausforderung, Lebensmittel und Kosmetika gleichermaßen zu kategorisieren.
Es gibt eine Studie der EFSA (European Food Safety Authority) zu unserem Farbstoff. Demnach dürfte eine erwachsene Person über 11 Frida Früchtchen am Tag essen(!), ohne die zulässige, tägliche Aufnahmemenge zu überschreiten. Da der Duschbrocken nicht gegessen, sondern beim Duschen kurz auf den Körper aufgetragen und wieder abgewaschen wird, ist die Verwendung noch unbedenklicher. Mit Carlos Cocos haben wir, wie du auch schon geschrieben hast, auch einen Duschbrocken im Sortiment, der gänzlich ohne Farbstoff auskommt.

Wir können absolut nachvollziehen, dass diese Kategorisierungen von Codecheck zu Unsicherheiten bei unseren Kunden führen. Angesichts dieser Tatsachen stehen wir grundsätzlich total hinter unserer eigenen Entscheidung, diesen Farbstoff zu nutzen, sind aber ständig auf der Suche nach besseren Alternativen. Einfach, weil wir selbst den Anspruch haben, unser Produkt zu verbessern und uns als junges Startup weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, die Duschbrocken zu 100% natürlich herzustellen und trotzdem ein sowohl optisches als auch in der Anwendung ansprechendes Produkt anzubieten.
Für selbst gemachtes Shampoo benötigt man natürlich nicht zwingend einen Farbstoff oder kann mit Pigmenten experimentieren =)

Ich hoffe, ich konnte Dir damit ein wenig weiterhelfen und wünsche Dir weiterhin ganz viel Spaß beim Selbermachen!

Ganz liebe Grüße aus der Schaumstation =)
Alina

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Ich benütze schon seit langem das feste Shampoo von Lush. Da ich davon so begeistert bin, wollte ich das auch unbedingt mal selber ausprobieren und bin jetzt über deinen tollen Beitrag gestolpert! Du hast mich voll motiviert und ich werde damit jetzt durchstarten! Vielen lieben Dank dafür.

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Wie cool, das freut mich! Viel Spaß beim Selbermachen 🙂

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Hallo Hannah, danke für den tollen Beitrag. Frage :warum Wasser? Ich konnte bisher keine Rezepte finden in denen Wasser verwendet wird, sondern fast immer Maisstärke. Die soll das Shampoo wohl besser zusammen halten. Wie ist das denn bei deinem Rezept, zerbröselt das shampoo? Liebe Grüße Erika

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Hallo Erika,
ohne Wasser ist es, als würdest Du einen Kuchenteig nur mit Mehl, Eiern und Zucker machen. Da klebt erstmal nix zusammen. Du brauchst das Wasser, um eine Art Knetmasse zu machen, die Du dann in die Förmchen drückst (und das muss sehr schnell gehen). Das Wasser verdunstet und fertig ist der feste Shampoo-Bar. Bei mir bröselt da auch nichts 😉

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Hallo Hannah, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich werde dein Rezept ausprobieren und dir dann berichten. Ich hab ja schon einiges an Shampoo-u. Duschbars selbst gemacht , aber eben immer mit Öl, Tensid und Stärke oder Ghassoul. Die zerbrechen aber relativ schnell und das finde ich schade. Die gekauften übrigens auch. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt…
Ganz herzliche Grüsse Erika

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