Augenrollen, skeptische Blicke. Das sind die Reaktionen, die man bekommt, wenn man etwas kleinlaut zugibt, dass Oahu bei der Hawaii Reise zu den Favoriten gehörte. Bei Einheimischen und vielen Touristen ist die Insel Oahu nicht gerade beliebt. Zu touristisch, zu voll, zu aufgeregt. Warum wir uns dennoch sofort in diese zauberhafte Insel verliebt haben und was Ihr tun solltet, damit es Euch genauso geht, verrate ich Euch nur allzu gerne.

Oahu

Traumziel Hawaii

Hawaii war schon immer mein Traumreiseziel. Seit 11 Jahren und dem Beginn der TV Serie LOST will ich dieses wundervolle Fleckchen Erde bereisen. Nun hat es endlich geklappt. Unser Flug ging von Frankfurt zunächst nach Calgary und von dort weiter nach San Francisco, wo wir einige Tage blieben bevor es weiter ging nach Oahu. Hawaii liegt mitten im Pazifik. So weit weg vom Festland wie keine andere Inselgruppe dieser Erde. Durch mehrere Vulkanausbrüche und die Verschiebung der Erdplatten ist hier diese Inselgruppe entstanden, die nun wie eine Perlenkette im Ozean liegt. Und Hawaii ist wahrlich eine Perle.

LanikaiBeachOahu

Oahu als perfekter Einstieg der Hawaii Reise

Oahu ist für die meisten Touristen die erste Station der Hawaii Reise. So auch für uns. Waikiki Beach, die Hauptstadt Honululu, der Diamond Head Crater und Pearl Harbour sind jene Orte, die Besucher gerne sehen möchten. Auch wir haben einige dieser „Hotspots“ besucht und wurden nicht enttäuscht. Zweifelsohne ist Waikiki extrem touristisch. Wer am berühmten Waikiki Beach surfen möchte, muss damit rechnen, hier Board an Board mit hunderten anderer Surfer im Wasser auf die perfekte (und oft eher kleine) Welle zu warten. Honululu ist eine Großstadt. Hochhäuser gehören zum Stadtbild dazu und so eben auch zu Oahu. Wem das nicht gefällt, der sollte lieber nach wenigen Tagen weiterreisen auf eine der anderen Inseln. Für uns bot Oahu allerdings die perfekte Mischung aus City Life, Shopping (Victoria’s Secret, Forever21 und etliche andere amerikanische und internationale Marken sind hier vertreten), Natur und hawaiianischem Flair. Es gibt so unendlich viel zu entdecken auf Oahu, dass wir beim nächsten Mal definitiv mehrere Wochen auf der Insel bleiben möchten. Wir sind verliebt. Ganz schrecklich verliebt sogar. Die Berge, die riesigen Wellen an der North Shore, einame Strände, Wasserfälle und der unvergleichliche Aloha Spirit. Oahu hat uns verzaubert und wir kommen definitiv wieder. Die wichtigsten Tipps für Oahu habe ich Euch hier einmal zusammengefasst:

Chinamanshat

1. Besucht unbedingt die North Shore

Der Hauptgrund, warum viele Oahu nicht mögen: sie bleiben in Honululu und Waikiki. Dabei hat der Rest der Insel soooo viel mehr zu bieten. An der North Shore findet Ihr neben menschenleeren Stränden einige süßer kleiner Orte, die besten Shrimp Trucks und die leckersten Acai Bowls. Am Laniakea Beach könnt Ihr Schildkröten beim Sonnen zusehen oder Surfer in den Riesenwellen bewundern. Am Dillingham Airfield findet Ihr den Strand, an dem in LOST das Flugzeug abgestürzt ist und könnt Euch dort abends neben Einheimischen zum Barbecue niederlassen. In Haleiwa könnt Ihr Oahus beste Acai Bowl essen oder Shave Ice bei Matsuma probieren und durch süße kleine Läden schlendern.

LaniakeaBeach3

2. Geht NICHT schnorcheln in der Hanauma Bay

So viele Reiseführer, Foren und Blogs geben noch immer den Tipp, an der Hanauma Bay schnorcheln zu gehen. In Wahrheit reicht es völlig aus, diese wundervolle Bucht von oben zu betrachten und dann weiterzufahren. Es ist extrem voll hier, man zahlt Eintritt und liegt dann mit tausenden Menschen in einer Bucht. Die Unterwasserwelt ist schon relativ kaputt und bietet neben wenig Großfisch eigentlich kaum Korallen oder andere Besonderheiten. Kurz: es lohnt sich überhaupt nicht und es gibt tausende andere Strände, an denen man besser schnorcheln und schwimmen kann.

HanaumaBay1

3. Macht eine Wanderung

Wer die Natur und die Berge Hawaiis liebt, sollte auf jeden Fall wandern gehen. Wir haben den Moanalua Middle Ridge Trail gemacht, der jedoch lebensgefährlich und extrem anstrengend und fordernd ist. Dazu schreibe ich noch einmal einen gesonderten Post. Es gibt auf Oahu aber auch wundervolle leichtere Hikes zum Beispiel den Lanikai Pillboxes Hike, den Kokohead Trail und viele mehr.

HaikuStairs7

Haikustairs4

4. Besucht die Kualoa Ranch

Die Kualoa Ranch ist besonders empfehlenswert, wenn Ihr Film- oder Serienfans seid. Unzählige Filme wie Jurassic Park, Godzilla und Serien wie LOST und Hawaii Five-0 wurden hier gedreht. Das Gebiet ist riesig und es gibt viel zu entdecken. Ihr könnt beispielsweise eine Quad Tour machen, Ziplining oder Reiten. Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

KualoaRanch1

KualoaRanch3

KualoaRanch2

5. Esst ein Ananas Eis

Obwohl die Ananas in Wirklichkeit gar nicht von Hawaii kommt (sondern aus Amerika), assoziert man das Obst mit der Inselgruppe. Die Dole Plantage ist riesig und Ihr solltet ihr unbedingt einen Besuch abstatten. Hier könnt Ihr das berühmte Dole-Whip essen. Eine Art Fruchtsorbet aus Ananas. Unendlich lecker und allein deshalb lohnt sich der Besuch auf der Dole Plantation.

pineapple-decoration-1037911_1920

6. Schaut Euch auf Oahu eine Hula Show an

Hula ist der traditionelle Tanz der Hawaiianer. Mit dem Tanz werden Geschichten der Urvölker erzählt und jede Bewegung hat eine eigene Bedeutung. Mir hat Hula so gut gefallen, dass ich jedes Mal Gänsehaut bekam, wenn ich den Tanz gesehen habe. Eine kostenlose Hula-Show gibt es jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag am Kuhio Beach Park (Waikiki Beach) um 18:30Uhr. Seid am besten mindestens eine halbe Stunde vorher da, um noch Plätze auf dem Rasen vor der Bühne zu ergattern. Man sieht aber auch ohne Platz ganz gut und die Show ist jedes Mal anders und wirklich sehenswert.

7. Beobachtet den Sonnenuntergang am Waikiki Beach

Der Sonnenuntergang am Waikiki Beach ist traumhaft. Oftmals klatschen und jubeln die Menschen, wenn die Sonne knallorange ins Meer fällt. Auch surfen im Sonnenuntergang oder schwimmen zur blauen Stunde ist jedes Mal wieder ein wunderschönes Erlebnis.

f180588

8. Schaut Euch Waikiki „von oben“ an

Die Hauptstadt Honululu und Waikiki einmal „von oben“ zu sehen, ist wirklich toll. Klar, es gibt hier viele Hochhäuser. Aber gerade diese Mischung aus Großstadt auf der einen und Natur pur auf der anderen Seite macht für mich den Reiz dieser Insel aus. Um einen Überblick zu bekommen, solltet Ihr ganz früh morgens auf den Diamond Head Crater laufen. Diese kleine „Wanderung“ ist nicht schwer. Turnschuhe reichen völlig aus. Sonnenschutz und Wasser sind unerlässlich, da es 1. sehr sonnig und 2. etwas anstrengend werden kann (viele Treppen). Es ist eine Massenwanderung und Ihr werdet definitiv mit sehr, sehr vielen anderen Menschen dort oben sein. Daher fanden wir es nicht sehr entspannt. Allerdings entschädigt der Blick von oben und zudem nimmt der Hike nicht besonders viel Zeit in Anspruch, weshalb Ihr danach noch genug Zeit für weiter Ausflüge habt. Eine echte Alternative ist es, den Tantalus Drive zum Punchbowl Crater hinauf zu fahren. Der Friedhof ist wunderschön und von dort habt ihr einen super Ausblick auf Honululu und seht sogar den Diamond Head Crater perfekt.

DiamondHeadHike O’ahu

DiamondHeadPunchbowl O’ahu

Wart Ihr selbst schon einmal auf Hawaii und vielleicht sogar auf Oahu? Welche Tipps würdet Ihr mir für unsere nächste Reise dorthin geben? Schreibt es mir gern in die Kommentare 🙂

6 comments

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*