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Es drückt es schmerzt, es ist richtig unangenehm. Selbst wir Erwachsenen haben manchmal Probleme mit „Luft im Bauch“ und würden wohl gerne auf solche Beschwerden verzichten. Und auch viele Babys leiden unter Säuglingskoliken, besonders in den ersten drei Lebensmonaten. Die Ursachen sind leider noch nicht vollständig geklärt. Was uns am besten geholfen hat, möchte ich Euch heute gerne verraten und Euch ein paar Tipps geben, wie Ihr Eure Kleinen am besten durch die Bauchschmerz-Stunden begleiten könnt.

Um es direkt vorwegzunehmen: Mathilda (und wir ebenso) hatten wirklich Glück und eher selten Bauchweh. Ich hatte wirklich ein bisschen Bammel vor den Säuglingskoliken oder den sogenannten 3-Monats-Koliken weil ich wusste, dass meine Schwester meinen Neffen wirklich stundenlang nachts getragen und ihn durch diese Stunden begleitet hat. Bei uns gab es zum ersten Mal Bauchweh im Krankenhaus. Ich meine wirklich „bei UNS“, denn auch ich hatte nach der Entbindung mit…sagen wir „sehr viel Luft im Bauch“ zu kämpfen.

Neben mir lag Mathilda in ihrem Beleuchtungsbett. Sie schrie und strampelte heftig mit den Beinen und es schien sie wirklich zu plagen. Über diese erste Zeit habe ich Euch ja bereits hier und hier berichtet. Wir beide bekamen von der Schwester schließlich Tropfen mit dem Wirkstoff Simeticon. Ich auf einem Löffel, Mathilda auf dem Schnulli. Und es wurde besser.

Zuhause bekam ich von meiner Hebamme den Tipp, Mathildas Darmtrakt mit Tropfen zum Aufbau der Darmflora zu unterstützen. Denn häufig lägen die Beschwerden einfach im der noch unreifen Darmflora der Kleinen begründet. Wie bereits gesagt hatten wir Glück und Mathilda hatte nur noch selten schlimme Bauchschmerzen. Trotzdem kam es natürlich ab und an dazu und ich kenne das Gefühl, wie verzweifelt man ist, wenn man das Gefühl hat, seinem Baby einfach nicht helfen zu können.

Säuglingskoliken

Was kann ich tun, um die Beschwerden bei Luft im Bauch zu lindern?

Ich weiß noch, dass besonders Mathildas Papa super geduldig war, wenn es darum ging, sie durch die Bauchschmerz-Stunden zu begleiten. Er hat ihr immer und immer wieder zugeflüstert „die Pupsis müssen raus“. Und so ist es auch: Die Luft muss raus.

Und auch, wenn wir unseren Babys die Beschwerden bei Säuglingskoliken leider nicht abnehmen können, können wir die Bauchweh zumindest lindern oder erträglicher machen. Was funktionieren KANN (man muss es einfach ausprobieren, jedes Baby reagiert anders), möchte ich Euch hier einmal aufzählen:

 

  • „Korrektes“ Füttern. Beim Stillen oder Fläschchen geben darauf achten, dass nicht zu viel Luft geschluckt wird. Gegebenenfalls die Stillposition oder Fütterposition verändern. Eine Stillberatung oder die Nachsorgehebamme können hier super Tipps geben. Außerdem sollte das Baby immer Gelegenheit bekommen, direkt nach dem Stillen/Füttern ein Bäuerchen zu machen.
  • Tragen im Fliegergriff. Durch den leichten Druck auf den Bauch, können sich die Luftbläschen lösen und die Pupse besser entweichen. Manche Babys mögen die Fliegerposition nicht – hier gilt es, es einfach einmal auszuprobieren. Dennoch sollte man versuchen, eine Trageposition wenigstens fünf Minuten beizubehalten, da zu häufiges Wechseln der Position die Kleinen auch verunsichern kann statt ihnen Ruhe und Geborgenheit zu vermitteln.
  • Leichte Gymnastikübungen z.B. „Fahrradfahren“ in Rückenlage und/oder die Knie anwinkeln und ganz leicht gegen den Bauch drücken. Wenn das Baby strampelt, unbedingt strampeln lassen und die Beinchen nicht festhalten.
  • Po-Loch-Massage. Ja, es klingt seltsam aber bei uns hat es oft am besten geholfen, das Po-Loch ganz leicht mit ein wenig Creme oder Öl zu massieren. Manchmal wissen die Babys einfach noch nicht, wohin sie „drücken“ sollen und wo die Pupse oder eben der Stuhlgang raus müssen. Die Stimulation kann hier helfen. Übrigens machen das auch Tiere so… sie lecken ihren Babys das Po-Loch ab und stimulieren dadurch die Verdauung und Ausscheidung.
  • Bauchmassage. Auch eine leichte Bauchmassage z.B. mit Bauchweh-Öl (meist Kümmelöl oder Fenchelöl) rund um den Bauchnabel im Uhrzeigersinn kann die Schmerzen lindern und die Blähungen lösen.
  • Kümmelzäpfchen. Habe ich um ehrlich zu sein nicht ausprobiert. Sollen bei Säuglingskoliken aber ebenfalls Linderung verschaffen.
  • Wärme. Eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen verschaffen besonders bei Krämpfen Hilfe. ACHTUNG: Niemals zu heiß machen, niemals direkter Hautkontakt und zu schwere Kissen oder Wärmflaschen bitte nicht auf Babys Bauch legen sondern nur anhalten.
  • Lefax Pump Liquid mit Simeticon gegen Blähungen bei Säuglingen kann die Luftbläschen in Magen und Darm auflösen und die Ausscheidung erleichtern. Bei uns kam das Liquid immer dann zum Einsatz, wenn gar nichts anderes mehr half. Das war bei Mathilda etwa 4-5 Mal der Fall. Das Lefax Pump Liquid kann vor dem Stillen (ein bis zwei Pumpstöße) auf einem Löffelchen oder direkt in den Mund des Babys gegeben werden. Bei Flaschenbabys kann die gleiche Menge in die zubereitete Milch gegeben werden. Das Lefax Pump Liquid ist ohne Alkohol, Zucker oder Laktose und wirkt nur über den Magen-Darm-Trakt (es tritt also nicht in die Blutbahn ein) und ist daher sehr verträglich für Säuglinge.
  • Nähe, Nähe, Nähe. Manchmal hat man trotz Massagen, Pups-Gymnastik, Wärme und Anti-Kolik-Tropfen das Gefühl, dass irgendwie gar nichts hilft. Dann ist es umso wichtiger, dem weinenden Baby Geborgenheit zu geben und es nicht allein mit seinem Unwohlsein zu lassen. Tragen im Tragetuch, Pucken (die Beinchen bitte NICHT eng pucken, damit das Strampeln weiterhin gut möglich ist) und beruhigende Geräusche (z.B. weißes Rauschen aus einer App, Föhn, Dunstabzugshaube, etc.) können dem Baby trotz Unwohlsein Ruhe vermitteln und die Beschwerden bei Säuglingskoliken lindern.

Säuglingskoliken

Durchhalten! Säuglingskoliken gehen vorbei! Wirklich!

Ich weiß, dass man es schlichtweg nicht hören mag. Fakt ist aber: Es wird besser! Natürlich KANN das exzessive Schreien auch über die drei ersten Monate hinaus bestehen bleiben. Das ist jedoch nicht die Regel. Es ist wirklich furchtbar, seinem Baby nicht wirklich helfen zu können und zusehen zu müssen, wie es sich quält. Besonders in den Abendstunden, wenn Mamas Nervenkostüm ohnehin schon strapaziert ist, können solche Schreistunden einen wirklich mitnehmen.

Natürlich solltet Ihr die Beschwerden mit dem Kinderarzt besprechen! Wenn er sichergestellt hat, dass es keinen anderen Grund für das Schreien gibt: Es wird besser! Nach den ersten drei Monaten ist der Spuk oft vorbei. Babys Darmflora ist nun besser ausgereift und Blähungen und Bauchweh kommen meist seltener vor. Auch hier gilt: man kann nicht die Uhr danach stellen, denn jedes Baby ist individuell. Aber ihr dürft trotzdem darauf vertrauen, dass irgendwann Besserung eintritt.

Wie war/ist das bei Euren Mäusen? Hatten/haben sie oft mit Bauchweh zu kämpfen? Was hat bei Euch am besten geholfen? Schreibt mir gern in den Kommentaren, ich freue mich auf Euer Feedback.

 

*Pflichttext Lefax® Pump-Liquid

Wirkstoff: Simeticon

Anwendungsgebiete: Bei übermäßiger Gasbildung und Gasansammlung im Magen-Darm-Bereich (Meteorismus) mit gastrointestinalen Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Spannungsgefühl im Oberbauch; zur symptomatischen Behandlung bei Säuglingskolik (3-Monats-Kolik); bei verstärkter Gasbildung nach Operationen; zur Vorbereitung diagnostischer Untersuchungen im Bauchbereich zur Reduzierung von Gasschatten (Sonographie, Röntgen); als Sofortmaßnahme bei Verschlucken von und Vergiftungen mit Flüssigseifen (Tensiden).

Hinweise: Enthält Sorbinsäure und Kaliumsorbat. Packungsbeilage beachten!

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen, Deutschland Stand: 07/2013

 

5 comments

Antworten

Hallo Hannah!
Wir hatten auch wirklich Glück, dass unsere Maus eigentlich nur selten Bauchweh hatte. Am schlimmsten war es allerdings als sie wegen ihrer Hüftdysplasie für 6 Wochen einen Gips hatte. Da hat besonders der Fliegergriff geholfen und Wir hatten zusätzlich noch homöopathische Kügelchen, „Flatulini“ hießen sie.

Viele Grüße
Svenja

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Hallo liebe Svenja,

vielen Dank, dass Du den Tipp mit den Kügelchen mit mir und anderen Mamis teilst. Ich weiß, dass man in so einer Situation nach jedem „Strohhalm“ greift und vielleicht hilft es ja dem/der ein oder anderen.

Liebe Grüße

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Hallo meine Liebe, wir hatten ein Schreibaby, d.h.kaum wach, hat unsere Kim geschrien . Ich ging von Pontius zu Pilatus und nichts half. Ich habe dann, als es besser wurde, aufgrund von noch anderen Umständen, Panikattacken gekriegt. Konnte weder schlafen noch essen und bekam die Diagnose: Erschöpfungsdepression mit Angststörungen (meiner Meinung nach war es eine Postnatale Depression) und musste zwei Monate stationär in eine Klinik! Aber trotz allem ist unsere Tochter das Schönste und Beste, was ich mir nur denken kann, auch jetzt, wo sie mit ihren 12 voll am Pubertieren ist! 😂😂😂, alles Liebe, Bettina

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Hallo liebe Bettina,

auweie, Schreibabys sind wirklich eine Herausforderung. Und was Du daraufhin durchmachen musstest, klingt auch alles andere als leicht. Umso schöner, dass es Euch allen heute so gut geht (trotz Pubertät, hahaha 🙂 ).
Danke für das Teilen Deiner Geschichte. Du machst damit bestimmt anderen Mamis Mut.

Liebe Grüße

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Oh ja, das war es liebe Hannah
Aber ich habe auch sehr viel über mich gelernt! Aber trotz allem, ein Kind zu haben, ist das Schönste, was es gibt!!!
😍😍😍😍

Ganz liebe Grüsse,
Bettina

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