Die richtige Sonnencreme für Babys zu finden, ist gar nicht Mal so leicht, musste ich feststellen. Früher dachte ich, alles aus der Drogerie, auf dem „Kids“ oder „Baby“ draufsteht wird schon gut sein. Pustekuchen. Die Auswahl von Sonnencreme für Babys ist riesig und nicht alle sind so gut, wie die Hersteller uns weismachen wollen. Ich habe für Euch recherchiert und stelle Euch heute Testsieger und -verlierer vor und möchte Euch damit eine kleine Entscheidungshilfe an die Hand geben.

Sonnencreme für BabysSonnenschutz – im Sommer ultra wichtig!

Babys unter einem Jahr sollten eigentlich überhaupt nicht in die Sonne. Natürlich lässt sich ein Sonnenstrahl im Gesicht aber auch nicht zu 100% vermeiden, wenn man beispielsweise nur fix zur Mülltonne läuft, das Baby dabei aber gerade friedlich in der Trage schläft. Ich bin ja grundsätzlich gegen Panikmache und in so einer Situation würde ich Mathilda jetzt nicht wecken, um ihr eine Mütze anzuziehen.

Grundsätzlich ist der Schutz vor den schädlichen UV Strahlen aber unfassbar wichtig und man sollte hier wirklich sehr sorgsam sein. Die Haut von Babys ist 15 Mal dünner als die von Erwachsenen. Sie braucht daher besonders viel Schutz. Innerhalb von 10 Minuten kann sich bereits ein Sonnenbrand entwickeln und – das ist kein doofer Spruch – die Haut vergisst nie! Erst im Alter von ca. 12 Jahren hat die Haut einen vollständigen Eigenschutz aufgebaut. Natürlich muss auch darpüber hinaus weiter geschützt und gecremt werden aber ganz so empfindlich ist die Kinderhaut

Im ersten Lebensjahr sollten Babys eigentlich gar nicht eingecremt werden. Jedoch kann man nicht immer verhindern, dass wirklich ALLE Körperpartien 100% bedeckt sind. Manchmal gucken besonders Füße oder Hände beim Tragen, im Kinderwagen oder beim Baden eben aus der (UV-)Kleidung heraus und müssen dementsprechend geschützt werden. Dennoch sollte man sparsam cremen. Damit meine ich NICHT die Menge, denn auch Sonnencreme für Babys muss für einen ausreichenden Schutz großzügig aufgetragen werden. Ich meine lediglich, dass man die ganz Kleinen eben möglichst selten cremt. Eben immer nur dann, wenn sich der Kontakt der Haut mit der Sonne anderweitig nicht vermeiden lässt.

Sonnencreme für BabysWorauf sollte ich bei Sonnencreme für Babys achten?

Sonnencreme für Babys sollte grundsätzlich frei von Zusatzstoffen sein. Parfüm, Farbstoffe, Emulgatoren und Konservierungsstoffe müssen einfach nicht sein. Kindersonnencreme sollte frei von unnützen Zusätzen sein – also ohne Parfüm, Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Emulgatoren. Wasserfeste Cremes sind besonders praktisch, falls geplantscht und gebadet wird. Jedoch sind diese Cremes (besonders wenn sie einen mineralischen Filter haben) hinterher auch schwieriger wieder zu entfernen. Dennoch sollte nach dem Baden immer großzügig nachgecremt werden, denn die Bezeichnung „wasserfest“ bedeutet lediglich, dass nach 20 Minuten Aufenthalt im Wasser noch etwa die Hälfte der Creme auf der Haut vorhanden ist.

Welcher LSF ist bei Sonnencreme für Babys am besten?

In Deutschland ist ein Lichtschutzfaktor von 30 in der Regel ausreicht. Reist man mit dem Baby aber in südlichere Gefilde, ist man mit Lichtschutzfaktor 50 oder sogar 50+ auf der sicheren Seite. Dass ALLE Sonnencremes ab LSF 50 einen chemischen Filter haben, ist übrigens ein weit verbreitetes Gerücht. Es gibt durchaus auch mineralische Sonnencremes mit LSF 50 oder 50

Sollte ich einen mineralischen oder chemischen Filter nehmen?

Sonnencremes gibt es grundsätzlich mit zwei unterschiedlichen Arten von UV-Filtern: chemische Filter und mineralische Filter. Beide haben ihre Vor- und Nachteile und beruhen auf unterschiedlichen Wirkweisen.

Mineralische Filter bilden eine Schutzschicht, die UV-Strahlen reflektiert. Die Filter wirken wie eine Art Barriere und dringen nicht in die Haut ein. Solche Cremes enthalten mineralische Stoffe wie Zinkoxid oder Titanoxid, welche leider oft einen weißen Film auf der Haut hinterlassen, der auch auf die Kleidung abfärben kann. Zudem lassen sich Cremes mit mieralischem Filter schlechter verreiben. Um diese nervigen Eigenschaften zu mindern, werden in vielen Sonnencremes Titandioxid und Zinkoxid auf Nanopartikel-Größe eingesetzt. Dadurch wird der Weiß-Effekt zwar gemindert, allerdings sind  Nanoartikel umstritten, weil eben noch nicht erforscht ist, welche Wirkung diese haben, wenn sie in unsere Haut eindringen. Ich persönlich würde daher lieber eine Sonnencreme für Babys wählen, die ohne Nanopartikel auskommt.

Chemische Filter beinhalten Stoffe, die in die oberen Hautschichten einziehen. Sie wirken, indem sie UV-Strahlen in Wärme umwandeln und enthalten häufig zusätzlich entzündungshemmende Mittel, die einen Sonnenbrand herauszögern. Chemische Filter können bei Babys allerdings Allergien auslösen oder sogar hormonelle Störungen verursachen. Vorteil dieser Cremes ist jedoch die leichtere Anwendung weil sie sich leichter verreiben lassen und keinen weißen Film hinterlassen.

Sonnencreme für Babys – Testsieger und Empfehlungen

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat in der Ausgabe 01/2017 insgesamt 15 Sonnenschutzmittel für Kinder untersucht. Nur fünf der Produkte konnten überzeugen, vier fielen mit „mangelhaft“ durch. Dazu muss man sagen, dass lediglich die Inhaltsstoffe getestet wurden, nicht die Wirkung der Sonnencremes.

Zu einer Abstufung von bis zu zwei Stufen führten Entzündungshemmende Substanzen, chemische Filter wie Ethylhexylmethocinnamate, Octocrylen und Homosalate. Außerdem negativ bewertet wurde der übermäßige Gebrauch von Paraffinen, Erdölprodukten und Silikonen.

Hier kommen die Top 5 aus dem Test

  • Testsieger: Lavera Sun Sensitiv Sonnencreme 30 mit Bio-Sonnenblumenöl (Testurteil: sehr gut)
  • Eco Cosmetics Baby und Kind Sonnencreme LSF 50+ (Testurteil: gut)
  • Bübchen Sensitive Sonnenlotion LSF 50+ (Testurteil: gut)
  • Ladival Sonnenschutz Milch für Kinder 50+ (Testurteil: gut)
  • Sun Ozon Sonnenmilch Kids 30 von Rossmann.

Diese Sonnencreme für Babys lieber nicht:

Vier der getesteten Sonnenschutzmittel erhielten nur ein „mangelhaft“. Die Produkte Daylong Kids Sonnenschutz- Lotion SPF 30, Eucerin Kids Sun Spray 50+, Garnier Ambre Solaire Kids Sonnenschutz- Milch 30 und Bioderma Photoderm Kid Sonnenmilch für Kinder SPF 50+ würde ich aufgrund der bedenklichen Inhaltsstoffe daher persönlich nicht verwenden.

Sonnencreme für Babys

Noch ein kleiner Tipp:

Falls Ihr generell einmal schauen möchtet, was in Euren oder den Pflegeprodukten Eurer Babys enthalten ist und ob wirklich alle Inhaltsstoffe unbedenklich sind, empfehle ich Euch die App ToxFox vom BUND oder die Website Codecheck info. Dort seht ihr sofort, welche Inhaltsstoffe nicht ganz so klasse sind und könnt dann gut informiert entscheiden, ob Ihr das jeweilige Produkt trotzdem verwenden möchtet.

2 comments

Antworten

Vielen Dank für die hilfreichen Tipps 😊
Darf ich denn fragen für welche Sonnencreme ihr euch entschieden habt?

Antworten

Gern 😉
Wir haben uns für die von Eco Cosmetics entschieden und sind bisher zufrieden.

Liebe Grüße

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