Jeder will es – das Glück. Glücklichsein bedeutet für für viele, eine funktionierende Partnerschaft, finanzielle Sicherheit, einen erfüllenden Beruf, eine ausgewogene Freizeitgestaltung. Für manche bedeutet Glück aber auch, reisen zu können, Bücher zu lesen, sich frei entfalten zu können, Zeit mit lieben Menschen zu genießen. So unterschiedlich die Vorstellungen vom persönlichen Glück sind, so ähnelt sich doch der Wunsch danach, „endlich“ glücklich zu sein. Warum wir unserem Glück schon JETZT auf die Spur gehen sollten, habe ich Euch bereits hier einmal kurz beschrieben. Heute möchte ich Euch aber eine Art Guideline an die Hand geben, mit der Ihr das Glücklichsein trainieren könnt 🙂

Warum Nörgeln uns nicht weiterbringt

Stau auf dem Weg zur Arbeit, die Bahn ist verspätet, der DHL Bote hat mal wieder das Paket verbummelt – es reicht! Alles Gründe, um sich zu ärgern und zu nörgeln. Aber das ist genau der falsche Ansatz. Denn jedes Mal, wenn wir mit negativen Gefühlen auf eine Situation reagieren, trainieren wir unsere Wahrnehmung dazu, in Zukunft genauso auf Stress oder Ärger zu reagieren und weniger positive Gedanken zuzulassen. Nach einiger Zeit verändert das Nörgeln sogar tatsächlich unsere Gehirnstruktur. Das Gehirn passt sich sozusagen unserer negativen Denkweise an weil wir es trainiert haben, auf diese Art mit Stress und Ärger umzugehen. Die Amygdala (der „Mandelkern“ unseres limbischen Systems) ist für Angst und Stressempfinden zuständig und wird jedes Mal gestärkt, wenn wir uns über etwas ärgern.  Wenn wir Gedanken aber mit positiven Emotionen verbinden, aktiviert unser Gehirn das Belohnungszentrum – Jackpot!

Wie kann ich Glücklichsein trainieren?

Die gute Nachricht: die Nörgelspirale zu durchbrechen ist gar nicht so schwer. Studien haben gezeigt, dass positives Denken und Optimismus trainiert werden können. Schon nach acht Wochen Training war der Mandelkern der Trainingsteilnehmer signifikant geschrumpft. Auf Situationen, die die Probanden vorher genervt oder in Stress oder gar Angst versetzt hatten, konnten sie gelassener und positiver reagieren. Wir müssten es also einfach schaffen, negative durch positive Gedanken und Emotionen zu ersetzen. Wie das geht? Hier ein paar Tipps:

  • Bewegung Es ist keine neue Erkenntnis, dass Bewegung und ausgedehnter Sport das Gehirn positiv beeinflusst
  • Achtsamkeit Wir müssen uns bewusst machen, in welcher Situation wir gerade sind. Aufmerksam hören, sehen, schmecken, fühlen. Ohne die Ablenkung von Smartphone, Musik im Ohr, Fernseher und Co.
  • Bewusstes Umdenken In Situationen, die uns negativ belasten, müssen wir uns bewusst dazu aufrufen, anders zu denken (Wie das geht erklärt der folgende Absatz)

Wie wir unser Gehirn auf Glück programmieren

Um sich bewusst eine andere Denkweise anzugewöhnen, hilft es, in nervigen, stressigen oder angstbesetzten Situationen folgende drei Fragen für sich zu beantworten:

  1. Ist die negative Stimmung begründet? Oft ärgern uns bloße Annahmen oder Vermutungen. Wir stehen im Stau und denken daran, zu dem Termin zu spät zu kommen. Wir sehen, dass jemand flüstert und denken, es wird schlecht über uns geredet. Um sich nicht sinnlos in solchen negativen Gedanken zu verfangen, hilft es, sich zu fragen, ob unsere Annahmen begründet sind. Hat unsere negative Empfindung einen beweisbaren Grund?
  2. Könnte man das auch anders sehen? Könnte ich dieser negativen Sache vielleicht etwas Positives abgewinnen? Manchmal gibt es einen Lerneffekt bei Problemen, die wir bewältigen müssen oder wir gewinnen durch eine verspätete Bahn beispielsweise die Zeit, unseren Lieblingssong noch ein weiteres Mal anzuhören 🙂
  3. Hilft es mir, verärgert zu sein? Okay, Ihr habt Frage 1 mit „ja“ und Frage 2 mit „nein“ beantwortet? Das ist natürlich schade. Aber dennoch werdet Ihr spätestens bei Frage 3 die Erleuchtung verspüren 😉 Bringt es mir denn wirklich etwas, jetzt in diesem Moment verärgert, genervt, schlecht gelaunt oder verängstigt zu sein? Ändert es irgendetwas an der Situation?

Vermutlich ist spätestens nach Frage 3 klar, dass es nicht hilfreich ist, negativ zu reagieren. Und nun? Jetzt solltet Ihr aktiv das Gegenteil tun und negative Emotionen durch positive ersetzen. Wenn es Euch schwer fällt, dem blöden Kollegen oder der verspäteten Bahn irgendetwas Positives abzugewinnen, hilft es immer noch, sich emotional zu neutralisieren und sich wenigstens einzugestehen, dass aller Ärger uns kein Stück weiterbringt.

Und wenn Ihr jetzt NOCH mehr zum Thema Glücklichsein und Glück trainieren erfahren wollt, kann ich Euch noch diesen und diesen Artikel zum Lesen empfehlen.

12 comments

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Ich finde auch das Bewegung sehr wohl glücklichere und gelassenere Wirkung auf einen haben. Mittlerweile könnte ich gar nicht mehr ohne Sport!

Liebe Grüße,
Susanna
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http://www.susannavonundzustil.de

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Jeder sollte für sich selbst die Frage beantworten, was Glück bedeutet. Wahrscheinlich wird das Wort Glück für jeden Menschen anders definiert. Ich wäre glücklich, wenn ich meine Mama noch einmal sehen könnte, was leider nicht möglich ist.

Glück im Leben ist sehr wertvoll

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Seit ich mit dem Sport angefangen hab fühl ich mich viel aus geglichener
Ich rege mich nicht mehr so schnell über Sachen auf
Ich sag mir immer im Kopf
Immer positiv Denken
Lg Denise

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Solche Beiträge finde ich sehr interessant 🙂 man kann echt umdenken. Ich war früher selber manchmal am nörgeln oder negativ eingestellt. Durchs umdenken habe ich das komplett abgelegt 🙂 … Bewegung bringt einem natürlich auch immer was.
Liebe Grüße, Lina

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Manchmal steht man sich einfach selbst im Weg. Ich finde die Tipps wirklich gut und werde versuchen auch ein bisschen daran zu arbeiten.

Liebe Grüße Melanie

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Sehr schöner Beitrag und so wahr. Ich habe mir auch abgewöhnt, mich über Sachen aufzuregen, die man eh nicht ändern kann. Meinen Mann versuche ich davon auch noch zu überzeugen, denn der regt auch auch gern mal über den Stau und ähnliches auf. 😉

Liebe Grüße Leandra

http://www.chocoflanell.de

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Dankeschön. Ja bei mir hebt auch Sport die Laune. LG NADINE VON NADINEGLUCKYMOM.COM

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Oh du hast ja so recht! Ich habe mich früher auch immer richtig oft über Kleinigkeiten aufgeregt. Mir hat es immer sehr geholfen, wenn ich mir ganz ruhig im Kopf gesagt habe: „Du kannst es sowieso nicht ändern.“ Andere ausgleichende Aktivität, wie Sport, lesen oder fotografieren, helfen da natürlich auch total 🙂

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Ja, meistens merkt man zu spät, dass Aufregen gar nichts bringt. Gelassenheit bringt uns oft einen entscheidenden Schritt weiter 🙂
Lieben Gruß

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Bei 1. habe ich mich früher sehr oft erwischt, bis ich gemerkt habe, dass das gar keinen Sinn macht.
Ich werde mir diesen tollen Beitrag wirklich zu Herzen nehmen, denn oft denke ich negativ über Situationen an denen ich meist gar nichts ändern kann und habe nie versucht dem etwas Positives abzugewinnen.
Lg

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Super, es freut mich, wenn Du aus dem Artikel etwas Positives für Dich ziehen kannst 🙂
Lieben Gruß

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